Abitur-Gottesdienst 2025: „Auf der Suche nach dem Glück“

09.07.2025 17:21

Wer in diesem Jahr nicht beim Gottesdienst war, hat etwas verpasst: Die Feierlichkeiten zur Abiturverleihung 2025 begannen am Freitag, dem 4. Juli, in der JCK mit einer Stunde unerwarteter Momente – warmherzig, durchdacht und wohltuend anders.

 

 

Zu den Klängen des Präludiums aus dem "Te Deum" von Marc-Antoine Charpentier – der „Eurovisions-Hymne“, gespielt von Herrn Otto an der Orgel – zogen die Abiturient:innen in festlicher Garderobe in die Kirche ein.

 

 

 

Finja Maahsen begrüßte im Namen aller, die den Gottesdienst vorbereitet hatten, die versammelte Gemeinde und stellte die Feierstunde in ihrem Eingangsvotum „unter Gottes Führung und seinen Schutz“. Vervollständigt wurde dies mit dem Lied „Lighthouse“ (Chris Llewellyn), welches von Herrn Hoffmann am Klavier begleitet wurde.

 

 

Die Absolventinnen Merle Berger, Madita Hecker und Milena Pestrikow hatten sich Gedanken gemacht und stellten die Frage, was es wohl sein mag – das Glück, nach dem jede:r sucht. Herrn Ottos kurze Orgelimprovisation leitete daraufhin über zu dem Lied „Lobe den Herrn“, in welchem vom Glück mit, durch und von Gott gesungen wird.

 

 

Als Nächstes trat Ellen Bosche vor den Altar und las eine Bibelstelle aus dem Matthäusevangelium (Mt 5,3-12), in der Jesus diejenigen seligpreist, die in den Augen der Welt oft schwach oder benachteiligt wirken: Arme, Trauernde, Sanftmütige oder Verfolgte. Die Lesung fand ihren Abschluss in dem dazu passenden Lied „Selig seid ihr“.

 

 

Herr Dangendorf, der in der Stufe den Geschichts-LK unterrichtet hatte, hielt die Predigt: Glück ist nach seiner Auffassung kein rauschhafter Zustand, sondern eine Lebenseinstellung, „ein Fundament von dem aus man den Anforderungen des Lebens insgesamt begegnen kann“. Gott gibt Halt auch im tiefsten Unglück. Herr Dangendorf erinnerte an Dietrich Bonhoeffer, der wenige Monate vor seiner Hinrichtung im Kellergefängnis der Gestapo den Text eines der heute bekanntesten Kirchenlieder schrieb: „Von guten Mächten wunderbar geborgen“.

 

 

 

Die Melodie dieses Liedes hatte der Vater von Abiturient Nathanael Dück eigens für den Abiturgottesdienst für Klavierquintett gesetzt. Timon Harder (Klavier), Nathanael Dück, Liana Reimer (Violine), Ellen Bosche und Frau Hansen (Cello) spielten – es waren innige Minuten in Variationen, die zutiefst berührten.     

 

 

Anschließend traten Merle Berger als Schülervertreterin, Merles Mutter Frau Berger im Namen der Eltern sowie Herr Bald als Vertreter des Lehrerkollegiums nach vorne und sprachen ihre Fürbitten.

 

 

Nach den Fürbitten folgte ein stilles Gebet für eigene Wünsche und Bitten, währenddessen jede:r eine Kerze anzünden und einen Bibelvers aus einem Gefäß nehmen konnte.

 

 

Daraufhin wurde das Lied „Geh unter der Gnade“ gesungen und Herr Dombrowski entließ die Abiturient:innen gemeinschaftlich mit einem Segen. Doch nicht nur der Schulleiter hatte einen Segen vorbereitet, sondern auch acht Lehrer:innen: Gemeinsam sangen sie mit Frau Hansen am Klavier „Der Herr segne dich“ und wünschten den Absolvent:innen auf diesem Wege alles Gute.

 

 

Als Nachspiel improvisierte Herr Otto über „Geh unter der Gnade“ und die Besucher:innen verließen gelassen die Kirche – voller positiver Gedanken und mit einem Lächeln auf den Lippen. Was für ein gelungener Gottesdienst!

 

Text: Adelina Ana Bojahr (EF)

Fotos: Mia Peters (8A), Rasmus Hinnenkamp (8D)

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