Tag der Offenen Tür 2025: Infos, Ratschläge und Erfahrungen am EGM

22.11.2025 09:10

Am Samstag, 22. November, strömten rund 150 Familien in die Aula zum diesjährigen „Tag der Offenen Tür“ – einem Tag, der Türen öffnen, Einblicke geben und Fragen klären soll. Herr Dombrowski versprach: „Mit unserer Schule, da machen Sie nichts falsch“.

 

 

Den Einstieg übernahm die Klasse 5D, die gemeinsam mit Herrn Erdmann ein Theaterstück erarbeitet hatte, das die Sorgen und Ängste der ehemaligen Viertklässler darstellte, aber auch zeigte, dass diese unbegründet waren. So präsentierte die Schule gleich eine Besonderheit: der Theaterunterricht in der Stufe 5, der den Kindern helfen soll, zu lernen „miteinander zu spielen und aufeinander zu achten“.  

 

 

 

Anschließend wurden die Grundschüler:innen, die ab dem kommenden Schuljahr das EGM besuchen möchten, unter der Organisation von Herrn Schwarz, dem Unterstufen-Koordinator, in Tagesklassen eingeteilt. Zusammen mit Schüler:innen der Unterstufe besuchten sie zwei Schnupperstunden Unterricht und erhielten einen ersten Eindruck von der Lernatmosphäre an unserer Schule.   

 

 

Währenddessen diente die etwa einstündige Infoveranstaltung für die Eltern in der Aula nicht nur dazu, allgemeine Fragen zu klären und den Schulalltag zu erklären, sondern auch dazu, Besonderheiten aufzuzeigen. Herr Dombrowski, unser Schulleiter, startete mit dem Motto des EGM: „Danke Gott, dass du mich so wunderbar gemacht hast.“

 

 

Frau Haarbach, stellvertretende Leiterin der Schule, erläuterte, was es heißt, eine Schule in evangelischer Trägerschaft zu besuchen: Der Fokus der Schule liegt auf Nächstenliebe und Chancengleichheit, „ganz egal“, welchem Glauben man folge. Diakonische Praktika und Projekte, wie Klosterbesuche und Pilgerfahrten, kennzeichnen den kirchlichen Anteil am Schulalltag.

 

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule. Herr Schwarz stellte den Tagesablauf beispielhaft dar und betonte, dass auch eine Nachmittagsbetreuung möglich sei, da die Kinder bereits am Mittag Schulschluss haben würden. Ein Schüler-Patensystem und möglichst viele Unterrichtsstunden bei den Klassenlehrer:innen erleichtern den Übergang von der Grundschule. Außerdem gibt es unter dem Motto „Ein starkes Ich für ein starkes Wir“ das Fördersystem „FUN“, bei dem ältere Schüler:innen den Jüngeren Nachhilfe geben.

 

 

Frau Bonzel erläuterte den Schwerpunkt Sprachen und interkulturellen Austausche. Als zweite Fremdsprache stehen nicht nur Latein und Französisch, sondern auch Spanisch zur Auswahl – eine weitere Besonderheit unserer Schule. Französisch gibt es auch als AG im Nachmittagsbereich. Des Weiteren können die Schüler:innen bereits ab der 5. Klasse interkulturelle Erfahrungen sammeln, etwa durch die Teilnahme an eTwinning-Projekten oder Schüleraustausche ab der Stufe 7. Diese führten unter anderem nach Figeac (Frankreich), Valencia (Spanien), oder Kampen (Niederlande) und in der Oberstufe bis nach Kolumbien. Finanziell unterstützt wird die Schule dabei von Programmen wie Erasmus+ oder ENSA. 

 

 

Zudem erläuterte Herr Dombrowski das Digitalisierungskonzept: In jedem Unterrichtsraum hängen digitale Multifunktions-Tafeln, den Schüler:innen stehen schuleigene iPads únd zwei Computerräume mit Desktop-Geräten zur Verfügung. Die Handys werden in der Unterstufe (Klasse 5-7) nicht genutzt, sondern am Schultagsbeginn eingesammelt und in „Handykoffern“ sicher verwahrt, damit die Kinder mehr Zeit miteinander statt mit ihren Geräten verbringen. Unter anderem lädt ein gemütlich eingerichtetes Lesezimmer in der Mittagspause zum Schmökern ein.

 

 

Von klein auf sollen die Schüler:innen außerdem lernen, Unterrichtsinhalte selbstständig zu erarbeiten sowie Ordnung in ihren Materialien zu halten und sich ihre Lernzeit einzuteilen. Das beginnt in der Unterstufe mit der Werkstatt-Stunde und mündet in das „Meinerzhagener Modell“ ab Stufe 8: Die Schüler:innen können freitags ein Praktikum absolvieren, ein eigenes Projekt erarbeiten oder breit gefächerte Neigungskurse – von Kunst im öffentlichen Raum über Taekwondo bis Fotografie – belegen.   

 

 

Nachdem die Eltern den Vormittag mit geführten Rundgängen, Gesprächen mit Lehrer:innen, Schüler:innen und Eltern an den Informationsständen oder in der Mensa mit Kaffee und Kuchen verbracht hatten, versammelten sie sich um 11:45 Uhr zum gemeinsamen Abschluss mit ihren Kindern in der Aula. Der Unterstufen-Chor unter der Leitung von Herrn Otto überzeugte mit „Bella Ciao“ und „Somewhere Over The Rainbow“ und gab einen kleinen Vorgeschmack auf die Adventsmusik: „Santa Claus Is Coming To Town“.  

 

 

Text: Sofia Soraya Shahi (EF)

Fotos: Carla Nesselrath (Q1)

 

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