Schnupperunterricht in den Sachfächern: Vielfalt für jedes Interesse
22.11.2025 09:08
Aus dem Grundschulfach „Sachkunde“ werden am Gymnasium sechs natur- und sozialwissenschaftliche Fächer: Biologie, Chemie und Physik sowie Erdkunde, Geschichte und Wirtschaft/Politik. Bis auf eines, konnten die Grundschüler:innen alle kennenlernen.

Im Politik-Unterricht bei Herrn Neumann drehte sich alles rund um die 16 Bundesländer von Deutschland. An der digitalen Tafel lösten die Fünftklässler gemeinsam mit ihren Gastschüler:innen verschiedene Aufgaben und Rätsel. Eines dieser Spiele war ein Bundesländerpuzzle, bei dem die verschiedenen Bundesländer auf ihren richtigen Platz innerhalb Deutschlands geschoben werden sollten. Zuvor hatten die Schüler:innen Material von Herrn Neumann bekommen, mit dessen Hilfe sie im nächsten Spiel die verschiedenen Wappen den Bundesländern zuordnen und ausmalen sollten.


Thematisch zu Politik passend erhielten die Kinder in Erdkunde bei Herrn Bald zunächst Arbeitsblätter über „Deutschland und seine Großlandschaften“, die gemeinsam auf der digitalen Tafel bearbeitet und besprochen wurden. Zudem wurden Fotos auf dem Whiteboard gezeigt, auf denen diverse Landschaften abgebildet waren – beispielsweise Täler, Wiesen oder schneebedeckte Berge. Diese Bilder wurden sortiert und beschrieben: Gemeinsam setzten sich die Schüler:innen zu zweit zusammen und analysierten die Abbildungen, um zu entscheiden, zu welcher der vier Großlandschaften die Landschaft auf dem Foto gehört. Für den Rest der Stunde wurden den Schüler:innen Atlanten ausgehändigt, um die Grundschüler:innen mit diesem Arbeitsmittel vertraut zu machen. Im Unterrichtsraum hing sogar eine traditionelle Deutschlandkarte am Kartenständer!


In Biologie bei Herrn Timm und Frau Mücher-Schorre ging es um das Mikroskopieren. Zum Einstieg in das Thema bekamen die Sechstklässler und ihre Gastschüler:innen Arbeitsblätter, auf denen das Mikroskop erklärt und beschriftet war. Nachdem sie die bearbeitet hatten, erhielten alle einen Mikroskopier-Führerschein, den die Viertklässler mit nach Hause nehmen durften. Anschließend konnten sie auch schon beginnen, die Wasserpest zu mikroskopieren. Sie probierten aus, wie man die Zellen der Pflanze am besten und genausten sehen kann und lernten nebenbei biologische Fachbegriffe. Zum Schluss skizzierten die Schüler:innen das, was sie unter dem Mikroskop sahen, oder durften Fertig-Präparate aussuchen und sich zum Beispiel Bohnen oder Zwiebelstücke ansehen.


Nein, in der Chemie riecht es nicht immer so gut wie bei Frau Hegmann im Chemieraum 38: Schon beim Betreten des Raums erfüllten viele verschiedene Düfte die Luft - von Rose über Apfel bis hin zu Grapefruit war alles dabei. Zehn Schülerinnen verschiedener Jahrgangsstufen stellten hier mit Zitronensäure, Natron, Speisestärke und verschiedenen ätherischen Ölen Badebomben her. Doch nicht nur die Düfte, sondern auch die Farben der Kugeln waren unterschiedlich, und so erhielt jede Badekugel ihre ganz persönliche Note.


Physik zum Mitmachen gab es in Raum 39 bei Herrn Peters. Besonderen Anklang fand bei den Schüler:innen das Schaumkuss-Experiment, bei dem ein Schaumkuss unter eine Glocke gestellt und dann zum Explodieren gebracht wurde, indem Herr Peters in der Glocke ein Vakuum herstellte. Selbst ihre ruhige Hand testen konnten die Schüler:innen beim sogenannten „Heißen Klingel-Draht“, den man vom Jahrmarkt kennt. Wer schon ein kleiner Physik- Profi ist, konnte auch Schaltungen nachbauen oder probieren nachzuvollziehen, warum manche Menschen kurzsichtig oder weitsichtig sind.

Noch komplexer wurde es beim Physik-Leistungskurs und Herrn Blum in Raum 40. Selbst ausprobieren konnten die Kinder hier zwar nichts, aber fasziniert beobachteten sie die älteren Schüler:innen, die akribisch versuchten, einen Kondensator aufzuladen und wieder zu entladen. Und wer weiß, vielleicht sitzen die Grundschüler:innen in ein paar Jahren selber an diesem Platz.

Technisch wurde es bei Herrn Wolf in Raum 12: Schüler des Differenzierungskurses „Mensch und Technik“ der Stufe 9 bauten hier aus großen Papierbahnen in allerlei Farben Heißluftballons. Während man die Schüler beim Basteln beobachten konnte, bestand die Möglichkeit, sich verschiedene Plakate über den Zeppelin anzuschauen, denn auch, wenn das nicht jedem bewusst ist, haben Heißluftballons und Zeppeline eine sehr ähnliche Funktionsweise.


Die Angebote in den naturwissenschaftlichen Fächern stießen bei vielen Schüler:innen und Eltern auf Begeisterung und gaben ihnen einen guten Einblick, wie spannend der Unterricht sein kann.
Texte: Sophie Alte (EF), Mia Schmitt (7A), Adelina Ana Bojahr (Q1), Anna Schördling (9A)
Fotos: Eva Laskin (10C), Lena Dallmeyer (10C), Sara Vollmann (9A), Lana Zelazkowski (EF), Sarah Pritschow (Q1)
